Zahnradbier

Zahnradbier

Ich hatte ein Bier mit einem Zahnrad auf dem Etikett erworben.

Das ist teuer, sagte der Getränkehändler, das schluckt man nicht einfach so hinter. Vastehste?

Pflichtschuldig suchte ich einen passenden Ort im Hause auf, um das wertvolle Bier stilsicher, flach auf den Fliesen liegend und den Flusen nachsinnend, zu vertilgen.

Finde die Versuchung!

Versuchung

Wenn man versucht, ganz konzentriert in die Vergangenheit hineinzuhorchen, kann man gewahr werden, dass vor gar nicht langer Zeit ein katholischer Kirchentag in der Metropole abgehalten wurde! (Tusch!) Und dies wohl auch recht erfolgreich, so raunten jedenfalls die örtlichen Zeitungen und Würdenträger, was keinesfalls in Abrede zu stellen ist.

Und siehe: Selbst auf einigen besinnungslos mit dem Telefon gefertigten Lichtbildern aus dieser Zeit ist der Kirchentag festgehalten! Doch erst jetzt, mit dem Abstand mehrerer Wochen, wenn nicht gar Monate, erkennt der Laie (also ich), welche Versuchungen damals EXTRA (Kirchentag!) in der Stadt installiert worden waren, um die Festigkeit der Glaubenden permanent zu beweisen bzw. auf die Probe zu stellen.

Und, Damen und Herren, nicht nur schweinerne Bratwürste!

Vom Angeln

Angler

Als einzigem in der Familie stand mir der Sinn nach Fisch.

Dann besorg dir welchen, sagte die Familie, aber behellige uns nicht damit.

Gut, sagte ich, ist recht, ich gehe angeln.

Du kannst doch gar nicht angeln, sagte die Familie.

Das theoretische Rüstzeug wird ja wohl nicht unerlaichbar sein, scherzte ich unbeholfen und griff mir die Prunkausgabe The Complete Angler aus dem Repräsentationsregal im Rauchzimmer.

Die Prunkausgabe bleibt hier! rief die Familie.

Menno! rief ich, und ich holte den Fisch aus der Dose aus dem Konsum aus Gnatz.

Vom Überleben

crack

Der Vorteil dabei, sich überwunden zu haben, das Farad gründlich zu putzen und zu wienern und polieren und behätscheln und betätscheln liegt darin, dass auch gut verborgene Risse ans entlarvende Licht des Tages bzw. der Garagenfunzel gelangen. Der Nachteil dabei ist, dass sich der Pedalistiker umgehend um ein neues Fahrzeug bzw. einen neuen Rahmen bzw. erst einmal einen Kasten Bier auf den Schreck kümmern muss. Aber was tut man nicht alles, um im Straßenverkehr zu überleben.