Schwerer Schlag gegen Verbrecher!

Das Justizministerium hat ein Gesetz vorgelegt, nach welchem ein Verbrechen tatsächlich unter bestimmten Umständen illegal sein könnte und dann auch von den zuständigen Organen verfolgt und geahndet werden darf. Dies soll konkret für Verbrechen bei Außentemperaturen über 20 Grad Celsius gelten, denn dann ist es warm und die Verbrecher könnten ja eigentlich im Strandbad liegen, Currywurst essen und die Bürger in Ruhe lassen. Wenn allerdings die Rahmenbedingungen so ungünstig sind, dass ein Verbrechen aus technischen Gründen leider ausgeführt werden muss (Außentemperatur zu niedríg), so ist das eben so, da kann dann keiner was dafür (wegen: Technologie).

Die Unterstellung der Opposition, bei dem neuen Gesetz handele es sich einfach nur um eine billige Kopie irgendeines „Dieselgesetzes“ aus dem Verkehrsministerium, ist haltlos und böswillig und wird aufs schärfste und mit höhnischem Grinsen zurückgewiesen.

Kleiner Karriereratgeber

aufstiegversperrt

Aufstieg versperrt (Beispielfoto)

Auch wenn die Hochglanzbroschüren der multinationalen Konzerne ein anderes Bild vermitteln: Nicht jeder kann beliebig weit nach oben gelangen, denn meistens gibt es beim Hausmeister nur einen Schlüssel für den Aufstieg, und wenn der verlegt oder an den Deppen aus der ersten Reihe im Klassenzimmer verborgt wurde: Tschüss tschau tschüssi, Karriere! An den Schlüsseldienst (plagiieren nachmachen) hätte man vorher denken sollen.

Ansonsten hilfreich: Vitamin B (Haltbarkeit beachten — vor 1990 bringt nicht viel), anregende LSD-Dosierung (was man so hört), Geld (sowieso).

Traurige Wahrheit

amzielvorbei

Dieses Foto scheint eindrucksvoll zu bestätigen, was weitsichtige Betriebswirtschaftler und leistungsorientierte Politiker an der hiesigen Bevölkerung heutzutage unisono bemängeln: Schlaffheit und Antriebslosigkeit. Statt sich mal ein bisschen Mühe zu geben, latscht man antriebslos am Zieleinlauf vorbei.

Von der Fremde (mit welschem Akkordeon zu vertonen)

suze

Die Fremde lockt mit Rätseldingen,
Und Worten, die zwar lieblich klingen,
wie “SUZE” an der Giebelwand:
Doch SUZE ist mir nicht bekannt!
Warum wird sie hier so entblößt?
Was ist, wenn gröblich schon verstößt
Das Lesen nur, durch mich, den Braven,
Gegen, ja, Unzuchtparagrafen,
Die tödlich sich im Ausland richten
(Bei uns jedoch, na klar, mitnichten)
An unverschämte Augen-Blicke?
Am Ende warten schon die Stricke!
Drum ruf ich: “SUZE, ohne mich!”
Dem fremden Land entfliehe ich —
Mit raschem Schritt der Heimat zu.
Und meine SUZE, die bist du.

Heimatgedicht (volkstümlich zu vertonen)

strasse

Denn süß ists,
Wo die Heimat ist!
Und wenn auch
An die Mauern pisst,
Wer seine Wasser
Nicht kann halten:
Nur hier kann ich
Mich recht verwalten,
Denn du hältst mich
Auf festem Grund
Und nebenbei
Auch kerngesund
Durch kargen Anblick
Und Verzicht
Auf mediterranöses Licht.
Ach Heimat, deck
Auf mich die Schatten
Und wirf mich ächzend
Auf die Matten,
Schließ deine Tür
Und meine Lider.
Vielleicht sehn wir uns
Morgen wieder.

Jetzt ist es aber auch mal langsam genug!

elbchaussee

Verwüstungen in der Elbchaussö (Beispielfoto)

Bisher hatte ich noch nichts gehört von diesem ominösen “Blankenöse” und der sogenannten “Elbchaussö”. Aber als sie dann die Beispielfotos von den Verwüstungen im Fernsehen herumzeigten, war ich doch einigermaßen schockiert. Auch davon, dass dort schon vorher Leute wohnen mussten.

Stadt und Land

unterdenlinden

(Beispielfoto: Sonntagsausflug unter Linden)

Während in der temporären Welthauptstadt Hamburg ein sogenannter Mob mit ungezügelter Brutalität den öffentlichen Raum beanspruchte, die Phantasie selbsternannter Ordnungspolitiker hernach seltsamste Volten schlagen ließ und bei bereitwilligen Usern Benutzern Gaffern Voyeuren Interessierten allerlei Sabber beim Betrachten der schrecklichen Bilder hervorrief, verlief in den kleineren, vom heißen Odem der Weltgeschichte unbehauchten Gemeinden Deutschlands das Leben wie immer geruhsam und ereignislos.

Große Zwanzig Schande!

In der ihr eigenen grenzenlosen Klarsicht und Weisheit macht die heutige Dorfzeitung mit dem Knaller “Der Gipfel der Schande” auf, was natürlich komplett richtig ist; sie vermurkst aber aus Daffke das zugehörige Foto und zeigt statt der Großen Zwanzig Generale und Sekretäre und Führer und Präsidenten, die mal wieder lächelnd zusammengehockt haben und nichts zustande brachten als die zögerliche  Versicherung, vorerst keine Kriege gegeneinander führen zu wollen (Finger hinter dem Rücken gekreuzt), zeigt also statt jenen sich für uns aufopfernden Gipfelhelden irgendwelche dummen Kinder, die mit Steinchen spielen. Für solche Lapsus (Plural) bei der Bildauswahl habe ich die Dorfzeitung ECHT nicht abonniert.

Die Überschrift “Pfundskerl” für diesen Beitrag ist dann aber wohl doch zu eindimensional

pfunde

Der Dienstreise nach Britannien vorfreudig entgegen blickt der Problembär, denn das Pfund ist schwach. Getränke gilt es zu erwerben, vielleicht auch die ein oder andere Liegenschaft, um sie am Abdriften von Europens Busen weg zu hindern. Außerdem muss er der Muddi was mitbringen, aber was? Immer nur vergorener Apfelsaft? Oder doch lieber die Schallplatte einer formidablen Beatcombo?

Mit Gunther auf dem Jasmund

Abbruchgefahr

Wenn sie abbricht, bricht sie ab.
Klippe die klapp, Klippe die klapp.
Fällt die Kreide eben runter
Auf den Gunther, auf den Gunther.
Muss er schnell ins Wasser springen,
Dabei singen, dabei singen:
“Ei, wie hab ich mich erschrocken!
Guck die Brocken! Guck die Brocken!”

Torgisch Bier

torgischbier

Da der Berliner als solcher sich seinem unstillbaren Modernitätswahn und seiner Abneigung allem umgebenden Provinziellen gegenüber willenlos hingibt, ist es möglich, ihm auf obskuren Schwarzmärkten wertvollste, seltenste, berauschendste  Produkte aus untergegangenen Reichen für ein Spottgeld (0,50 EUR) zu entreißen und die heimische Rumpelbude Schatzkammer damit zu füllen.

Beunruhigung

waschbaeren

Misstrauisch stand ich im Winter am Fenster und schielte nach den Waschbären, die sich im kahlen Geäst der Bäume eingerichtet hatten. Nun, da das sommerliche Laub die Sicht auf die ungebetenen Gäste versperrte, wusste ich, sie waren hier, unter uns, neben uns, hinter uns, und sie lachten, und ich hörte das Knacken der knusprigen Kartoffelprodukte zwischen ihren Kiefern.